Process Communication Model
Stellen Sie sich vor, Sie reden mit einem anderen Menschen und die Botschaft kommt nicht an. Oft hat man das Problem rasch erkannt: Der andere ist zu blöd um Sie zu verstehen.
Oder fühlen Sie sich eher zu dumm, um den anderen zu vermitteln, was sie gerne möchten?
Diese und ähnliche Muster hat Dr. Taibi Kahler, beginnend in den 1970er Jahren, erforscht und daraus ein Modell entwickelt. Da das Modell ursprünglich aus der klinischen Therapie stammt, heißt es dort PTM (Process Therapy Model), in der Übersetzung und Anpassung an den Alltagskontext spricht man vom PCM (Process Communication Model).
Kern des Kahler'schen Modells sind sechs verschiedene Persönlichkeitstypen. Jeder Mensch hat Anteile aller sechs Teile, aber in sehr unterschiedlichen Konfigurationen und Ausprägungen. Und damit empfindet man andere oft als so anders, bzw. sie reagieren auch tatsächlich ganz anders.
Damit unterscheidet sich das Process Communication Model auch sehr wohltuend von anderen Modellen, die sehr rasch in stereotype Schubladen einteilen. Allerdings ist es dadurch auch anspruchsvoller zu verstehen.
Das im deutschsprachigen Raum noch wenig bekannte Modell wurde in den USA in verschiedensten Formen praktisch und theoretisch erprobt. So wurde PCM bei der NASA fast 20 Jahre lang bei der Auswahl von Astronauten und bei der Zusammensetzung der Teams in Raumkapseln eingesetzt.
Politiker setzen PCM gezielt bei ihren Reden ein, um alle Zuhörer zu erreichen.
Für den Schulbereich gibt es in den USA umfangreiche Forschungen. Stellvertretend sind nur zwei Erkenntnisse aus der Dissertation von Rebecca Chadwell Bailey zitiert, deren Arbeit auf PCM aufsetzt:
- "Miscommunication between teacher and student due to a difference in personality type is one reason many children are referred for, and consequently diagnosed with Attention Deficit Hyperactivity Disorder."
- "The ability of teachers to communicate effectively with all students refardless of a difference in personality type, may be the determining factor in overall student success."
In Neuseeland ist PCM in der Ausbildung der Ärzte fest verankert.
Ich biete neben Trainings zum Process Communication Model auch verschiedene darauf aufbauende Module an: Egal ob in Mitarbeitergesprächen oder bei Meetings, beim Entschärfen von Konflikten oder bei der Auswahl von Mitarbeitern, durch die Brille von PCM kann man oft sehr präzise Erkenntnisse gewinnen, die den Handlungsspielraum für die Führungskraft erweitern!
Quellenverweis: Chadwell Bailey, Rebecca: An Investigation of Personality Types of Adolescents Who Have Been Rated by Classroom Teachers to Exhibit Inattentive and/or Hyperactive-Impulsive Behaviors", University of Arkansas at Little Rock, 1998
Weitere Informationen zum Process Communication Modell finden Sie auf der offiziellen deutschsprachigen Seite von Kahler Communication Germany: www.kcg-pcm.de


